Ovo Labs Preisträgerfilm 2026
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Bereich
Forschung und Wissenschaft
Vom Max-Planck-Labor zum Therapieansatz
Für die Max-Planck-Gesellschaft haben wir den Preisträgerfilm zum Max-Planck-Gründungspreis 2026 produziert: ein Porträt von Ovo Labs, einem Start-up, das ein Problem angeht, das lange als unlösbar galt.
Ovo Labs ist eine Ausgründung aus dem Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen, entstanden im Labor von Prof. Dr. Melina Schuh. Das Team arbeitet an der Qualität menschlicher Eizellen. Bei der Reifung einer Eizelle müssen die Chromosomen exakt verteilt werden, und der dafür zuständige Apparat arbeitet häufig fehlerhaft. Das Labor Schuh hat die molekularen Ursachen dafür beschrieben. Aus dieser Grundlagenforschung ist ein Wirkstoffansatz entstanden, der genau an dieser Stelle ansetzt.
Die Herausforderung
Grundlagenforschung so zu erzählen, dass Investoren zuhören, ohne die Wissenschaft zu vereinfachen. Der Film sollte in den ersten Sekunden klarmachen, was Ovo Labs von anderen im IVF-Umfeld unterscheidet, und zwar belegt statt behauptet.
Besonders spannend war dabei die Vorgabe, vollständig auf einen Off-Sprecher zu verzichten. Die gesamte Information musste über die O-Töne der drei Gründerinnen und Gründer laufen, in zwei Sprachen. Und gefilmt werden sollte am Objekt: Mikroskopie und echte Laborarbeit statt Start-up-Kulisse.
Unser Ansatz
Der Film beginnt mit einem Cold Open, einem Satz zur Vision, dann kommt der Alleinstellungsanspruch, und erst danach das Problem. Von dort führt er über den wissenschaftlichen Durchbruch und den Wirkstoffansatz in den Laboralltag, zur Gründungsgeschichte und schließlich zu Skalierung und Vision. Acht Kapitel, die von der Entdeckung zum Unternehmen führen, also in der Reihenfolge, in der ein Investor denkt.
Getragen wird das von drei Perspektiven auf denselben Punkt: Melina Schuh vertritt die wissenschaftliche Seite, Agata Zielinska die klinische, Oleksandr Yagensky die unternehmerische. So wird der Anspruch dreifach belegt, ohne dass dreimal dasselbe gesagt wird.
Besonders stolz sind wir auf die Vorbereitung, denn dort entsteht bei einem Film ohne Sprecher das Ergebnis. Wir haben strukturierte Fragenkataloge an alle drei Protagonisten geschickt und aus deren schriftlichen Antworten das Skript entwickelt. Am Drehtag arbeiteten wir hybrid: Teleprompter für die präzisen Wissenschaftsaussagen, dazu freie Antworten auf die Ursprungsfragen für die Lebendigkeit. So bleiben Fachlichkeit und Natürlichkeit beide erhalten, in beiden Sprachen. Wissenschaftliche Aussagen haben wir gegengeprüft und wo nötig mit Quellenangabe im Bild belegt.
Gedreht haben wir an vier Tagen an zwei Standorten mit drei 4K-Kameras in Cine-Optik: im Labor von Ovo Labs auf dem Helmholtz Pioneer Campus in Oberschleißheim und am Max-Planck-Institut in Göttingen, inklusive Drohnenaufnahmen.
Das Ergebnis
Uraufführung am 16. Juni 2026 auf der Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Frankfurt, am selben Abend veröffentlicht auf dem YouTube-Kanal der MPG. Ovo Labs hat die englische Fassung wenige Wochen später auf der eigenen LinkedIn-Seite publiziert.
Leistungen im Projekt
- Konzept, Recherche, Fragenkataloge und Drehbuch
- Drehplanung an zwei Standorten inklusive Genehmigungen und Drohnenflug
- Regie und Redaktion, Kamera, Licht und Ton
- Schnitt, Colorgrading, Texteinblendungen im Corporate Design des Auftraggebers
- Vertonung und Musiklizenzierung
- Deutsche und englische Sprachfassung
- Presse-EPK 16:9 und Social-EPK 9:16, jeweils in beiden Sprachen


